Satzung

Deutsch – Griechischer Verein Philadelphia
gegr.1837

Präambel

Der deutsche Verein „Philadelphia“ wurde im Jahre 1837 von Mitgliedern der deutschen Gemeinde in Griechenland gegründet. Diese waren seinerzeit überwiegend im Gefolge des Königs Otto gekommen, um bei Organisation und Aufbau des neu gegründeten griechischen Staates mitzuwirken.
Im Jahre 1928 wurde der Verein durch Entscheidung des Amtsgerichts Athen unter der Registernummer 7344/1928 zum eingetragenen Verein erklärt. Mit dieser Entscheidung wurde auch seine Satzung genehmigt.
Die Satzung des Vereins wurde viermal modifiziert:
Im Jahre 1934 durch Entscheid des Amtsgerichts Athen Nr. 2281/1934
Im Jahre 1972 durch Entscheid des Amtsgerichts Athen Nr. 16/1972
Im Jahre 1995 nach Beschluss der Generalversammlung der Mitglieder mit Entscheid Nr. 2176/1996 des Ein-Richter-Amtsgerichts Athen;
nach Beschluss der Generalversammlung der Mitglieder vom 24.05.2005 durch Entscheid des Amtsgerichts Athen 6712

Kapitel A

Gründung, Name, Sitz, Zweck

Artikel 1: Gründung, Name
Der Verein besteht unter dem Namen „Ελληνογερμανικός Σύλλογος Φιλαδέλφεια , auf Deutsch „Deutsch-Griechischer Verein Philadelphia“.

Artikel 2: Sitz
Sitz des Vereins ist Maroussi (Attika).

Artikel 3: Zweck des Vereins

Zweck des Vereins ist:
Förderung der Kommunikation und freundschaftlicher Kontakte zwischen den Mitgliedern
Festigung und Vertiefung der deutsch-griechischen Beziehungen
Wahrnehmung der kulturellen und sozialen Bedürfnisse der Mitglieder
Durchführung von gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Veranstaltungen
Unterhalt eines Zentrums zur Verwirklichung der obengenannten Ziele
Förderung und Unterstützung gemeinnütziger Ziele und Aktivitäten

Kapitel B
Mitgliedschaft

Artikel 4: Arten von Mitgliedern
Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern.

Artikel 5: Ordentliche Mitglieder
Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die die deutsche Sprache ausreichend beherrscht sowie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
sie hat die deutsche oder griechische Staatsangehörigkeit,
sie hat an einer deutschsprachigen Bildungsanstalt studiert,
sie, auch ihr Ehe- oder Lebenspartner, stammen aus einem europäischen Land, wo Deutsch Landessprache oder als eine amtliche Sprache anerkannt ist,
sie ist für eine deutsche oder griechische Rechtskörperschaft tätig, die die deutsch-griechischen Beziehungen fördert,
sie hat sich besondere Verdienste bei der Förderung und Festigung der deutsch-griechischen Beziehungen erworben..
Artikel 6: Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern
Wer ordentliches Mitglied werden will, richtet einen schriftlichen Antrag an den Vorstand. Dem Antrag sind Empfehlungen von zwei Mitgliedern beizufügen. Über diesen Antrag entscheidet der Vorstand. Er hat das Recht, zusätzliche Informationen oder Begründungen einzufordern.

Artikel 7: Ehrenmitglieder
Die Ehrenmitgliedschaft kann Personen verliehen werden, die sich um den Verein oder die Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen in besonderer Weise verdient gemacht haben. Der Vorstand beschließt die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft mit der Dreiviertelmehrheit (3/4) der Gesamtzahl seiner Mitglieder.

Artikel 8: Rechte und Pflichten der Mitglieder
Alle Mitglieder haben das Recht, an den Aktivitäten des Vereins teilzunehmen, ebenso verfügt jedes Mitglied über Stimmrecht bei der Generalversammlung. Passives Wahlrecht haben ordentliche Mitglieder, die zur Zeit der Wahl mindestens sechs (6) Monate Mitglied des Vereins sind Alle Mitglieder sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Verwirklichung der Ziele des Vereins beizutragen. Die ordentlichen Mitglieder entrichten eine Aufnahmegebühr und verpflichten sich zur Zahlung eines Jahresbeitrags, dessen Höhe durch Beschluss des Vorstands festgelegt wird.

Artikel 9: Ende der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitglieds.
Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich mitzuteilen. Die Erklärung muss spätestens drei Monate vor Ende des Geschäftsjahres eingegangen sein, um zum Ende desselben Jahres wirksam zu werden.
Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden:
a) durch Beschluss des Vorstands, wenn es trotz schriftlicher Mahnung mit mindestens zwei Jahresbeiträgen im Rückstand ist.
b) Durch Beschluss der Generalversammlung, wenn es durch sein Verhalten das Ansehen oder die Interessen des Vereins geschädigt hat. Das auszuschließende Mitglied hat das Recht auf Anhörung.

Kapitel C
Organe des Vereins

Artikel 10: Organe des Vereins sind:
die Generalversammlung der Mitglieder
der Vorstand

Artikel 11: Zuständigkeiten der Generalversammlung der Mitglieder
Die Generalversammlung der Mitglieder ist das oberste Organ des Vereins und hat das Recht über alle Angelegenheiten zu entscheiden, die den Verein betreffen. Die rechtmäßig getroffenen Entscheidungen der Generalversammlung sind für den Vorstand und die Mitglieder verbindlich.
Der ausschließlichen Zuständigkeit der Generalversammlung unterliegen:
die Wahl der Mitglieder des Vorstands
die Wahl von zwei Kassenprüfern und deren Stellvertretern
die Entgegennahme des Berichts des Vorstands und der Kassenprüfer, die Genehmigung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr und die Entlastung des Vorstands
die Genehmigung des Haushaltsplans für das kommende Geschäftsjahr
der Ausschluss von Mitgliedern wegen vereinsschädigenden Verhaltens
der Beschluss über Kauf oder Verkauf von Grund- und Immobilienbesitz des Vereins
Satzungsänderungen
der Beschluss über die Auflösung des Vereins

Artikel 12: Einberufung der Generalversammlung
Die ordentliche Generalversammlung wird vom Vorstand mindestens einmal im Jahr innerhalb der ersten vier Monate des Kalenderjahres einberufen.
Eine außerordentliche Generalversammlung wird einberufen, wenn der Vorstand es für notwendig erachtet oder wenn mindestens 10% der ordentlichen Mitglieder sie in schriftlicher Form beim Vorstand beantragen und zwar innerhalb von fünfundzwanzig (25) Werktagen nach Eingang des Antrags.
Die Einladung zur Generalversammlung muss den Tag, die Uhrzeit, den Ort sowie die Tagesordnung enthalten und ist allen Mitgliedern an die letzte dem Vorstand bekannte Adresse wenigstens zwanzig (20) Kalendertage vor der Generalversammlung zuzustellen.
Die Tagesordnung der ordentlichen Generalversammlung muss zumindest die in Artikel 11 unter den Ziffern 1, 2, 3 und 4 genannten Punkte und den Punkt „Verschiedenes“ enthalten. Andere Themen können auch aufgenommen werden, wenn der Vorstand dies für erforderlich hält. Anträge der Mitglieder zur Beratung und Beschlussfassung durch die Generalversammlung müssen dem Vorstand mindestens acht (8) Kalendertage vor dem Tag der Generalversammlung vorgelegt werden. Anträge zur Beratung von Satzungsänderungen von Seiten ordentlicher Mitglieder des Vereins müssen von wenigstens 10 % der Gesamtzahl der ordentlichen Mitglieder unterschrieben werden. Ein Antrag auf Änderung der Vereinssatzung muss dem Vorstand spätestens zum 15. Dezember eines Kalenderjahres vorgelegt werden, um bei der folgenden jährlichen ordentlichen Generalversammlung des Vereins zur Beratung zu gelangen, andernfalls wird die Beratung auf die ordentliche Generalversammlung des Folgejahres verlegt.

Artikel 13: Teilnahme an den Generalversammlungen – Beschlussfähigkeit

Teilnahme- und Stimmrecht in der Generalversammlung haben alle Mitglieder, die bis zum Beginn der Versammlung ihre finanziellen Verpflichtungen auch des laufenden Jahres dem Verein gegenüber erfüllt haben. Ein Mitglied kann sich bei der Generalversammlung von einem anderen Mitglied durch eine schriftliche Vollmacht vertreten lassen.

Niemand kann mehr als drei andere Mitglieder vertreten. Die Vollmacht ist vor Beginn der Versammlung beim Vorstand zu hinterlegen.
Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Zehntel (1/0) der Gesamtzahl der Mitglieder anwesend oder durch Vollmacht vertreten ist.
Sollte die Beschlussfähigkeit nicht zustande kommen, beruft der Vorstand die Generalversammlung innerhalb von fünfzehn (15) Kalendertagen erneut ein, wobei sie dann unabhängig von der Anzahl der erschienenen oder vertretenen Mitglieder beschlussfähig ist. Die Einladung zur Wiederholung der Generalversammlung kann schon in den Einladungstext für die ursprüngliche Versammlung aufgenommen werden.
Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.
Für Beschlüsse, die eine Satzungsänderung oder die Auflösung des Vereins zum Ziel haben, ist die Beschlussfähigkeit dann gegeben, wenn wenigstens die Hälfte aller ordentlichen Mitglieder anwesend oder vertreten ist. Zur Beschlussfassung ist eine Mehrheit von dreiviertel (3/4) der anwesenden und vertretenen Mitglieder erforderlich.
Für Beschlüsse über Kauf oder Veräußerung von Immobilienvermögen ist die Generalversammlung dann beschlussfähig, wenn mindestens ein Viertel (1/3) aller Mitglieder anwesend oder vertreten ist. Für die Beschlussfassung ist eine Mehrheit von drei Viertel (3/4) der anwesenden und vertretenen Mitglieder erforderlich.

Artikel 14: Durchführung der Generalversammlung
Die Generalversammlung wählt einen Versammlungsleiter. Er stellt die Beschlussfähigkeit fest und sorgt dafür, dass die Beschlüsse der Generalversammlung in einem von ihm zu unterzeichnenden Protokoll festgehalten werden. Das Protokoll ist allen Mitgliedern unverzüglich nach der Generalversammlung zuzustellen.

Artikel 15: Zusammensetzung und Wahl des Vorstands

Der Vorstand besteht aus acht (8) Mitgliedern. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre.
Es gilt ein Rotationssystem. Alle zwei Jahre werden vier Mitglieder neu gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
Wählbar sind nur ordentliche Mitglieder. Jeder Wahlberechtigte verfügt über die Anzahl von Stimmen, die der zu besetzenden Zahl der Positionen entspricht. Die Wahl wird von einem von der Generalversammlung zu wählenden Wahlleiter und einer Wahlkommission mit mindestens zwei (2) Helfern durchgeführt.
Im Falle des Rücktritts oder des Todes eines oder mehrerer Mitglieder des Vorstands vor Ende der Amtszeit setzt der Vorstand seine Tätigkeit bis zur nächsten Generalversammlung fort, wenn er mindestens fünf Mitglieder hat und somit Beschlussfähigkeit besteht. Für die Übergangszeit hat der Vorstand das Recht, einen Teil oder alle der ausgeschiedenen, bzw. verstorbenen Mitglieder, nach Ermessen zu ersetzen. In der folgenden ordentlichen Generalversammlung finden Wahlen statt, um die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder für die Restamtszeit zu ersetzen.

Artikel 16: Zuständigkeiten des Vorstands
Der Vorstand verwaltet die allgemeinen Angelegenheiten und das Vermögen des Vereins und vertritt diesen gerichtlich und außergerichtlich. In bestimmten Fällen kann der Vorstand eines seiner Mitglieder oder dritte Personen mit der Vertretung des Vereins beauftragen.

Artikel 17: Arbeit des Vorstands
Während der ersten Sitzung des Vorstands, zu der er spätestens zehn (10) Kalendertage nach seiner Wahl zusammentritt, wählt dieser den Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, den Schriftführer und den Schatzmeister, sowie bis zur Anstellung eines Geschaeftsfuehrers, den Hausverwalter. Während der Übergangszeit bis zur Bildung des neuen Vorstands wird der Verein vom alten Vorstand verwaltet und vertreten.

Vor jeder Vorstandssitzung wird den Mitgliedern des Vorstands eine Tagesordnung mit den zu beratenden Themen zugestellt.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens fünf seiner Mitglieder persönlich anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden oder vertretenen Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Beschlüsse des Vorstands, die den Erwerb, die Verwaltung oder die Abgabe von Vermögenswerten betreffen, bedürfen einer Dreiviertelmehrheit (3/4) der anwesenden oder in dieser Sitzung vertretenen Mitgliedern.
Der Vorsitzende oder im Fall seiner Verhinderung sein Stellvertreter ist verpflichtet, bei Bedarf, mindestens aber einmal pro Kalendervierteljahr oder wenn zwei Vorstandsmitglieder es schriftlich beantragen, eine Sitzung einzuberufen.
Nimmt ein Mitglied des Vorstands während eines Geschäftsjahres unentschuldigt an mindestens zwei Sitzungen nicht teil, kann seine Abwesenheit von den übrigen Mitgliedern des Vorstands als Rücktrittserklärung angesehen werden. Vor einem entsprechenden Beschluss des Vorstands hat das oben genannte Vorstandsmitglied das Recht auf Anhörung und auf die Abgabe einer schriftlichen Erklärung.
Der Vorstand kann Fachausschüsse bilden, in die ordentliche Mitglieder mit besonderen Kompetenzen oder sonstige Fachleute hinzugezogen werden können.
Die Arbeit des Vorstands für den Verein ist ehrenamtlich. Abweichende Vereinbarungen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch die Generalversammlung.
Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

Kapitel D
Vermögen, Einkünfte

Artikel 18: Vermögen des Vereins
Das Vermögen des Vereins besteht aus dem Verein gehörenden beweglichen und unbeweglichen Vermögenswerten jeder Art und den damit zusammenhängenden Rechtstiteln.
Artikel 19: Einkünfte des Vereins
Die Einkünfte des Vereins ergeben sich aus:
Erträgen aus seinem Vermögen, Jahresbeiträgen seiner Mitglieder, Spenden, Zuschüssen, Erbschaften, Vermächtnissen oder Schenkungen von lebenden oder toten Personen,
Zuwendungen natürlicher oder juristischer Personen im Sinne des allgemeinen Privatrechts,
Zuwendungen seitens öffentlicher Stellen oder Organisationen des griechischen oder deutschen Staates sowie internationaler Organisationen,
rechtmäßigen Einnahmen jeder Art
Kapitel E
Geschäftsjahr – Jahresabschluss – Finanzprüfung

Artikel 20: Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr ist mit dem Kalenderjahr identisch.

Artikel 21: Jahresabschluss, Finanzprüfung
Nach Ablauf des Geschäftsjahres erstellt der Vorstand den Jahresabschluss des Vereins.
Die beiden Kassenprüfer prüfen den vom Vorstand vorgelegten Abschluss und die allgemeine Wirtschaftsführung des Vorstands und erstellen einen Bericht, der bei der nächsten Generalversammlung verlesen wird.

Kapitel F
Auflösung des Vereins

Artikel 22: Auflösung des Vereins
Der Verein wird aufgelöst
· durch Beschluss der Generalversammlung oder
· wenn seine Mitgliederzahl unter zehn (10) sinkt
Im Fall der Auflösung des Vereins durch Beschluss der Generalversammlung sind zwei Auflösungsverwalter zu bestellen.

Artikel 23: Vermögensübertragung
Im Fall der Vereinsauflösung geht das Vermögen des Vereins als Sondervermögen zur ausschließlichen Förderung der Jugend beider Nationen an die Deutsche Schule Athen. Für den Fall, dass der genannte Rechtsträger in der heutigen Form nicht mehr existiert, fällt das Vermögen an die Deutsche Botschaft Athen mit der Maßgabe, es im Sinne der Satzung völkerverbindend mit dem Schwerpunkt Förderung und Ausbildung von Jugendlichen zu verwenden.

Artikel 24: Übergangsvorschrift
Die für die folgenden beiden Jahre gewählten Mitglieder des Vorstands ersetzen jeweils die Vorstandsmitglieder, deren Amtszeit im Jahr der neuen Vorstandswahlen endet.

Schlussbestimmung
Der Verein unterliegt den Bestimmungen des griechischen Zivilgesetzbuchs über juristische Personen und speziell über Vereine (Art. 61-106) sowie den diesbezüglichen Bestimmungen des Einführungsgesetzes und ergänzend den jeweils geltenden Bestimmungen des griechischen Rechts.

Athen, den 10.11.2008
Der Präsident

Guenter Coenen

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